29 Kilometer bei leichtem Regen, nasse Trails und (fast) die ganze Familie am Start
Bereits zum vierten Mal war ich beim HochRhön-BergTrail in Hilders. Das Rennen war ausverkauft, und das aus meiner Sicht zwei Gründe: Erstens, ist er ein toller Landschaftslauf mit einigen schönen Trailabschnitten. Zweitens, ist es das einzige UTMB-Index-Rennen in unmittelbarer Umgebung in der Rhön. Wer einen gültigen UTMB-Index braucht, um sich für die Verlosung der UTMB World Series Finals zu qualifizieren, muss sonst deutlich weiter fahren. Die 29 Kilometer zählen in der Kategorie 20K, die 42 Kilometer in der Kategorie 50K.

Nasse Trails und die richtige Schuhwahl
Es hatte in den Tagen vor dem Rennen geregnet, und am Wettkampftag kam es immer wieder nass von oben runter. Entsprechend waren die Trails nass und rutschig, deutlich anspruchsvoller als in den vergangenen Jahren. Die Schuhwahl war damit kein Nebenthema mehr. Ich bin mit meinem neuen La Sportiva Prodigio Pro gestartet, der mir gute Dienste geleistet hat.
Ansonsten war ich ausrüstungstechnisch eher minimal unterwegs. T-Shirt, kurze Hose, keine Weste, dabei lediglich zwei Gels. Alle fünf Kilometer gab es einen Verpflegungsposten, dort habe ich manchmal etwas Wasser aufgenommen und an letzten davon Cola. Das reicht für mich auf dieser Distanz und Dauer des Races.

Der Rennverlauf
Bergauf bin ich bewusst etwas langsamer angegangen, dafür habe ich es im Downhill oft laufen lassen. Auf die Läufer vor und hinter mir bin ich dadurch in der ersten Hälfte des Rennens immer wieder aufgelaufen oder wurde wieder überholt. Am Ende standen 02:15:02,7 auf der Uhr und der vierte Platz gesamt sowie der vierte Platz bei den Master Men. Damit habe ich mein Ergebnis aus dem letzten Jahr verteidigt. Nach der Uhr waren es 28,65 Kilometer, 822 Höhenmeter und damit ein Schnitt von 4:42 pro Kilometer.

Mareika und Elischa
Meine Frau Mareika ist ebenfalls die 29 Kilometer gelaufen und kam nach 03:10:22,4 ins Ziel. Das war der fünfte Platz bei den Master Women und Platz 70 gesamt.

Elischa war auf der 7-Kilometer-Strecke unterwegs und lief 00:35:10,7. Zweiter Platz in der Altersklasse, dritter Platz in der Männerwertung. Nach einer vorigen krankheitsbedingten Laufpause ein starker Auftritt. Wie sein Rennen gelaufen ist, habe ich allerdings erst im Ziel erfahren, weil ich selbst währenddessen unterwegs war.
Ein Klassentreffen der lokalen Szene
Es waren etliche Bekannte und Freunde am Start. Am meisten habe ich mich über die komplette Familie Bick gefreut, die auf den verschiedenen Distanzen unterwegs war und die wir endlich mal wiedergesehen haben. Zuletzt waren wir gemeinsam beim UTFS. Aus dem Umfeld der Running Crew Bad Hersfeld waren Martin Schade, die Schwestern Leonie und Emilie sowie Stefan und Lisa dabei. Und nicht zu vergessen Björn Becker, der bei unserem Silvesterlauf der Running Crew Bad Hersfeld sonst am Mikrofon steht und hier selbst an den Start gegangen ist. Dazu Marcel Löber, der Veranstalter des Frau Holle Märchenland Ultra in Hessisch Lichtenau, und Manuel Werner, der den Marathon über 42 Kilometer gewonnen hat. Und noch einige mehr aus der Szene, ich habe bestimmt einige vergessen aufzuführen. Mein persönliches Highlight war die Cheering Zone der Trailrunning Crew Rhön, auch hier war die Running Crew Bad Hersfeld durch Martin stark vertreten!

Ebenfalls am Start war Martin Sauer vom Blog Runomatic. Martin schreibt jedes Jahr einen ausführlichen Bericht zur Veranstaltung und formuliert das Ganze deutlich besser und ausführlicher als ich. Wer sich ein genaues Bild von der Strecke machen möchte, sei daher an seinen Blogbeitrag verwiesen: Bericht auf runomatic.de.

Was mir am HochRhön-BergTrail jedes Jahr auffällt, ist die gute und familäre Stimmung im Feld. Auch auf den vorderen Plätzen geht es hier freundlich zu. Man lässt sich gegenseitig vorbei, wechselt unterwegs ein paar Sätze und macht Scherze. Genau deswegen laufe ich diese kleineren Veranstaltungen so gerne. Und wegen des Kuchens und der Zielbratwurst!
Danke an Veranstalter Benedikt Beck und das Team vom TSV Hilders für die Organisation. Und besonders an alle Helferinnen und Helfer, die bei dem Wetter stundenlang an den Verpflegungsstellen und Kreuzungen gestanden haben.

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